Nicht sicher, aber gewiss

Es gibt keine Sicherheit in dieser Welt, alles verändert sich und vergeht. Aber Gott will uns die Gewissheit geben, dass er uns nie verlassen wird.

Einige Wochen war ich nicht in der Itzehoer Innenstadt. Wie anders sieht es da nun aus. Das vertraute Einkaufszentrum abgerissen. Wie oft war ich dort einkaufen. Kleidung für mich, Spielzeug für die Kinder, Geschenke für Feste. Jetzt nur noch ein paar Trümmer.

Wie viel in meinem Leben, wie viel in unserer Welt verändert sich. Manches wird einfach abgerissen oder brutal weggebombt. Manches vergeht einfach mit der Zeit. Nichts scheint mehr sicher und beständig zu sein. Wahrscheinlich wünschen wir uns deswegen auch für uns ganz persönliche Sicherheitsgarantien. Aber dieses Leben ist nicht sicher, wir werden alle krank und sterben. Sicherheit gibt es nicht in der Geschichte, nicht im Alltag – und auch nicht in der Bibel. Gott hat uns nie versprochen, dass unser Leben glatt und sicher läuft. Aber Gott will uns die Gewissheit geben, dass er uns nie verlassen wird.

So bete ich oft mit Worten aus Psalm 23: „Und ob ich schon wanderte im finsteren Tal, fürchte ich kein Unglück, denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich.“ Wenn Sie es gerade erleben, dass Ihre Welt sich radikal verändert, vielleicht sogar in Trümmern liegt, verharren Sie nicht, sondern werden Sie aktiv. „Wandern“ (nicht erstarren) heißt es im Psalm. Gehen Sie nicht alleine – Gott, zu dem Sie DU sagen dürfen, will Sie begleiten, stützen, schützen. Das ist gewisser als alle menschlichen Versprechen. Suchen Sie Gemeinschaft von Menschen, die mit Ihnen auf diesem Weg sind. Z.B. morgen im Gottesdienst. Damit die Gewissheit wächst, dass Gott einen guten Plan hat.

Gott segne Sie, Ihr Pastor Dietmar Gördel, St. Jakobi Itzehoe