Unser täglich Brot

Brot ist für uns ganz selbstverständlich. Und gerade darum so grundlegend. Es steht für Leben, aber auch für Gemeinschaft, für Heimat. Und letztlich steht es für den Lebenshunger, den Jesus stillt, der von sich sagt: „Ich bin das Brot des Lebens.“

Rund um Brot drehte sich die Seniorenbegegnung, zu der Bäcker Frähmcke kam. Und natürlich brachte er seine leckeren Brotsorten mit, damit er nicht nur allerlei rund um Brot erzählen konnte, sondern alle auch schmecken durften, wie köstlich gutes Brot ist.

Bäckerei Frähmcke ist ein Stück Geschichte in der Itzehoer Innenstadt. Ein Ort, an dem Handwerk und Heimat zusammenkommen.

„Hartes Brot ist nicht hart – kein Brot, das ist hart.“

Frühjahrsputz

Bevor all die Sommeraktivitäten bei den Pfadfindern wieder starten, war erst einmal Frühjahrsputz und Materialpflege angesagt. Alles einmal raus aus der Hütte, kontrollieren, reparieren, sortieren, markieren – und dann an den richtigen Platz räumen.

Wie toll, dass die Pfadis so eine starke, verantwortungsvolle Gemeinschaft sind. Vielen Dank auch an alle, die uns unterstützen, damit wir das Material für unsere Arbeit haben können. Ohne Spenden wäre das nicht möglich.

Vom Putzschrank über LED bis Photovoltaik – St. Jakobi wird ökoFair

Bewahrung der Schöpfung ist kein Schlagwort mehr, sondern gelebter Alltag: Die Kirchengemeinde St. Jakobi in Itzehoe ist jetzt offiziell „ÖkoFaire Gemeinde“. Vom Putzschrank bis zur Heizungsanlage zeigt sich, dass Klimaschutz aus viele kleinen Schritten Großes bewirken kann.

Ein Blick in den Putzschrank. Ganz vorne steht ein Reinigungsmittel auf Essigbasis. Der Chlorreiniger? Verschwindet. Mit solchen unscheinbaren Veränderungen hat in der Kirchengemeinde St. Jakobi in Itzehoe ein größerer Wandel begonnen.

„Nachhaltigkeit ist Gottesdienst im Alltag“, sagt Dr. Kirsten Hüttner vom Klimaschutzbüro der Nordkirche. Sie ist an diesem Tag nach Itzehoe-Tegelhörn gekommen, um die Gemeinde auszuzeichnen. Das ÖkoFair-Team Gisela und Markus Koch, Tim Harken und Pastor Dietmar Gördel nehmen die Urkunde und das quadratische Schild „ÖkoFaire Gemeinde“ entgegen. 

Der Weg dahin begann mit vielen kleinen Entscheidungen. Der Kaffee im Gemeindesaal ist fair gehandelt, ebenso Tee, Kakao und Schokolade. “Der Stromverbrauch wird jeden Monat erfasst und ausgewertet”, sagt Gemeindesekretärin Gisela Koch. Gedruckt wird auf Recyclingpapier mit dem Umweltzeichen „Blauer Engel“, möglichst doppelseitig. Und wer durch die Räume geht, merkt schnell: Geräte werden konsequent ausgeschaltet statt im Stand-by gelassen.

„Man muss nicht alles auf einmal umstellen“, sagt Kirsten Hüttner. „Im Gegenteil: Es ist sinnvoll, mit den einfachen Dingen anzufangen.“ Genau so hat es St. Jakobi gemacht.

Vom kleinen Schritt zur großen Wirkung

Maßnahmen, die sich schnell umsetzen lassen:

  • Recyclingpapier mit „Blauem Engel“ für Gemeindebrief und Büro
  • doppelseitiges Drucken und weniger Ausdrucke
  • Kaffee, Tee, Kakao und Kekse aus fairem Handel (teilweise auch in Discountern erhältlich)
  • Leitungswasser oder Getränke in Mehrwegflaschen statt Einweg
  • Reinigungsmittel mit Umweltzeichen statt aggressiver Chemie
  • Handseife und Hygienepapiere mit Umweltlabel
  • Mülltrennung in allen Räumen
  • Steckdosenleisten nutzen und Geräte komplett ausschalten
  • Mehrweggeschirr bei Veranstaltungen statt Einweg
  • erste vegetarische Alternativen bei Gemeindefesten
  • Glühlampen durch LED auswechseln

„Das sind Dinge, mit denen jede Gemeinde sofort anfangen kann“, sagt Hüttner. Vieles davon kostet kaum mehr, manches spart sogar Geld.

Wenn aus Gewohnheiten Projekte werden

In St. Jakobi blieb es nicht bei den einfachen Maßnahmen. Fast alle Heizkörper wurden mit Thermostaten nachgerüstet, ein hydraulischer Abgleich verbessert die Effizienz der Heizung. Auf dem Pastoratsdach von Dietmar Gördel produziert eine Photovoltaikanlage Strom. Als nächster Schritt ist eine Wärmepumpe geplant, sobald das letztmalig bestellte Öl aufgebraucht ist. 

Auch organisatorisch verändert sich etwas: Räume werden bewusster genutzt und beheizt, der Energieverbrauch regelmäßig überprüft. Für Fahrten gibt es ein E-Auto. 

Insgesamt erfüllt die Gemeinde 17 von 30 Kriterien, vier weitere sind in Vorbereitung. Für die Auszeichnung wären zehn ausreichend gewesen.

Realistisch bleiben – und trotzdem vorankommen

Nicht alles lässt sich sofort umstellen. Am Grillfest scheiden sich manchmal die Gemeindegeister. „Ausschließlich vegetarisches Catering anzubieten ist für sehr viele Gemeinden schwierig zu vermitteln“, sagt Hüttner. Die Itzehoer nicken – das kennen sie auch. Die Lösung: schrittweise vorgehen. Neue Speisen ausprobieren. Ein Teil des Buffets vegetarisch, anderes bleibt zunächst bestehen. Weniger Fleisch auf den Grill, dafür mal eine Tofuwurst. 

Ähnlich läuft es eigentlich in allen Bereichen, so ist die Schlussfolgerung der Gemeinde. Und dieses Vorgehen legen sie auch anderen ans Herz: Erst die Beschaffung dort umstellen, wo es einfach ist. Dann größere Investitionen planen. Erst Gewohnheiten verändern, dann Technik.

Ökofaire Strukturen im Kirchenkreis

Bereits seit Jahren sind die Nikolaigemeinde sowie die Emmausgemeinde Elmshorn ökofair zertifiziert. Kurz vor der Zertifizierung stehen zudem das Kirchliche Zentrum Elmshorn und das Kirchliche Verwaltungszentrum in Itzehoe als Einrichtungen des Kirchenkreises.

Gemeinsam unterwegs: Kirchenkreis als Partner beim Störradeln dabei

Mit dem Störradeln am 1. Mai wird das Stadtradeln im Kreis Steinburg offiziell eröffnet. Der Ev.-Luth. Kirchenkreis Rantzau-Münsterdorf ist als Kooperationspartner von Störradeln mit dabei, Propst Steffen Paar wird ein Grußwort sprechen.

Im Anschluss an die Eröffnung lädt der Allgemeine deutsche Fahrrad-Club Schleswig-Holstein (ADFC SH) zum Störradeln ein, einer familienfreundlichen Fahrradsternfahrt durch Itzehoe. Start- und Endpunkt ist das Kreismuseum Prinzeßhof (Kirchenstraße 20). Die offizielle Eröffnung beginnt um 14 Uhr. Im Rahmen dieser Veranstaltung wird auch Propst Propst Paar ein Grußwort sprechen und die Bedeutung von nachhaltiger Mobilität, Gemeinschaft und gesellschaftlichem Engagement hervorheben.

Direkt im Anschluss, um 14:15 Uhr, startet das Störradeln: Eine rund 15 Kilometer lange Strecke führt durch die Stadt und überquert zweimal die Stör. Die Tour ist bewusst familienfreundlich gestaltet und wird von den Wacken Firefighters musikalisch begleitet.

Bereits am Vormittag machen sich aus verschiedenen Orten Zubringergruppen auf den Weg nach Itzehoe – unter anderem aus Neumünster, Pinneberg, Brunsbüttel und Wacken. Auch aus Elmshorn startet eine Gruppe, die sich unterwegs der Sternfahrt anschließt.

Der Kirchenkreis unterstützt die Aktion aus Überzeugung: Radfahren steht für Klimaschutz, Gesundheitsförderung und eine zukunftsfähige Mobilität – Themen, die auch kirchliches Handeln prägen. Gleichzeitig setzt die Veranstaltung ein sichtbares Zeichen für Vielfalt, Offenheit und gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Gemeinsam mit zahlreichen Partnern engagiert sich der Kirchenkreis für eine lebenswerte Region, in der nachhaltige Entwicklung und Gemeinschaftssinn Hand in Hand gehen. Das Störradeln bietet dafür eine lebendige und verbindende Gelegenheit – unabhängig vom Wetter gilt: Mitradeln und ein Zeichen setzen.

 Was ist Stadtradeln?

Stadtradeln ist eine bundesweite Aktion, bei der Teams innerhalb von 21 Tagen möglichst viele Fahrradkilometer sammeln. Ziel ist es, einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten, nachhaltige Mobilität zu fördern und gleichzeitig Gemeinschaft zu erleben.

 Wie funktioniert die Teilnahme?

Die Teilnahme ist unkompliziert:

  • Registrierung unter: https://www.stadtradeln.de
  • Auswahl des Bundeslandes Schleswig-Holstein
  • Auswahl der Kommune „Kreis Steinburg“
  • Beitritt zum Team „Radeln im Kirchenkreis RM“

 Nur wenn als Kommune „Kreis Steinburg“ ausgewählt wird, ist unser Team auffindbar.

 Die gefahrenen Kilometer können ganz einfach erfasst werden:

  • entweder bequem über die offizielle Stadtradeln-App (automatische Aufzeichnung möglich)
  • oder man trägt die gefahrenen Strecken gelegentlich online im Benutzerkonto nach

 Wichtig: Es ist nicht notwendig, ein eigenes Team zu gründen. Alle können einfach dem Kirchenkreis-Team beitreten.
Auf Wunsch können für einzelne Gemeinden auch Unterteams eingerichtet werden – sprechen Sie uns dazu gerne an.

Anpacken

Die Pfadis rüsten sich für neue Abenteuer. Mit Zuschüssen von Kreis und Stadt konnten wir als Kirchengemeinde neue Materialien für die Pfadis anschaffen. Vor allem für die Fahrten und Lager gibt es wichtige Ergänzungen: Gruppenzelte, Materialkisten – aber auch spannende neue Kletterutensilien, um spannende Erlebnisse zu haben.

Und nach der Arbeit dann eine kleine Stärkung:

Ein Tag in der Arche

„Es ist einfach toll, wenn die Kinder aus der Schule kommen und als erstes auf einen zukommen und erzählen”, berichtet Pastor Dietmar Gördel über das Kinderhilfsprojekt in der St. Jakobi Gemeinde in Tegelhörn, das es seit 2012 gibt.

Zuerst setzen sich die Kinder an die Tische zum Mittagessen, vor allem aber auch zum Erzählen, denn immer sitzt ein Erwachsener mit am Tisch, um Geschichten und Erlebnisse aus der Schule zu hören. Das Mittagessen beginnt mit einem Tischgebet, dass ein Kind sprechen darf.

Anschließend geht es in den Hausaufgabenraum, wo Mitarbeitende die Kinder bei ihren Hausaufgaben unterstützen oder einfach dafür sorgen, dass die Kinder dran bleiben. Manchmal ist es nicht ganz leicht, konzentriert bei der Sache zu bleiben, für einige Kinder sind die Hausaufgaben eine echte Herausforderung. Da ist es gut, wenn eine Mitarbeiterin motivierend dabei sitzt.

Für eine Auszeit oder zum Vorlesen gibt es ein gemütliches Sofa im Foyer oder den Tischkicker für ein Spiel zwischendurch.

„Richtig froh, ja stolz sind die Kinder, wenn sie alle Hausaufgaben geschafft haben”, so Pastor Gördel. Manches Mal hilft die direkte, persönliche Ansprache oder das einfühlsame Zuhören. Dann geht es raus auf den Spielplatz oder zu einem Kreativangebot: Miteinander Twister auf dem Rasen spielen oder ein Brettspiel am Tisch, mal Kartoffeldruck oder ein Riesenbild malen.

„Wir haben zum Glück nicht nur viele Kinder, die zu uns kommen, sondern auch viele Mitarbeitende, die sich auf die Kinder freuen und mit ihnen etwas machen.” Jeden Tag sind acht Erwachsene im Team vor Ort.

Unterstützung wäre noch gut für Fußball oder Holzarbeiten. Also meldet euch gerne, Kontakt über das Gemeindebüro.

Spendenkonto: Ev.-luth. Kirchengemeinde St. Jakobi – Stichwort: Spende Arche / Name, Anschrift
IBAN: DE48 2225 0020 0001 0704 87
BIC: NOLADE21WHO
Alle Spenden kommen zu 100% den Kindern zugute – herzlichen Dank!

Wegweiser-FSJ in unserer Gemeinde –  Dein Jahr mit Gott, Menschen und neuen Wegen

Du hast (bald) dein Abi in der Tasche – aber was kommt dann?
Wenn du Lust hast, etwas Sinnvolles zu tun, Menschen zu begegnen, Kirche lebendig zu erleben und dabei herauszufinden, wohin Gott und das Leben dich beruflich führen– dann ist das FSJ in der St. Jakobi-Gemeinde ab dem 1.8.2026 vielleicht genau das Richtige für dich!

Ein Freiwilliges Soziales Jahr bei uns ist mehr als nur ein Zwischenjahr. Es ist ein Wegweiser, der dir hilft, dich selbst, deinen Glauben und vielleicht sogar deine Berufung (für einen Beruf in der Kirche) zu entdecken. Du arbeitest in unserem herzlichen Team, übernimmst Aufgaben im Bereich des Diakonats und des Pfarramtes, begleitest Kinder und Jugendliche der Gemeinde, gestaltest Gottesdienste und Aktionen mit und lernst, wie vielfältig Kirche ist.

Ob du später Pastor*in, Diakon*in oder einfach ein engagierter Mensch in deiner Gemeinde sein möchtest – dieses Jahr gibt dir wertvolle Erfahrungen für diesen Weg.

Du bekommst fachliche Begleitung vor Ort und von der Nordkirche, kannst dich kreativ ausprobieren und triffst auf viele Menschen, die ihren Glauben mit Freude leben. Wir wollen dir Raum geben, Dinge auszuprobieren und zu wachsen – im Glauben, im Tun und im Vertrauen auf dich selbst.

Neugierig geworden? Dann melde dich bei Pastor Dietmar Gördel, der auch dein Mentor sein wird.

Schmerz, der heilt

Ich liege am Boden. Es tut einfach weh. Schmerz, der gut tut, ich mache gerade die Krankengymnastikübungen, die mich wieder auf die Beine bringen sollen. Es gibt so viel tiefen Schmerz, in meinem Leben, in dieser Welt. Wir machen Fehler, sind egoistisch, wollen die Not des anderen nicht sehen, überdenken unsere Worte nicht, mit denen wir so oft verletzen. Lieben nicht, nicht Gott, nicht den Nächsten, nicht uns selbst. Und als ob das nicht reicht, wir sind Teil einer Welt, die kriselt. Wenn wir ehrlich sind, sind wir schuldig. Und wir wissen: Schuld verschwindet nicht einfach so. Sie kann verdrängt
werden, aber sie schmerzt weiterhin. Es braucht Ausgleich, Sühne. Das müssten wir eigentlich bringen. Aber weil Gott uns so sehr liebt, übernimmt er das und gibt Jesus ans Kreuz. Für uns. Für mich. Karfreitag ist ein ruhiger Tag, um dem nachzuspüren: Wo habe ich Schuld auf mich geladen, wo muss ich um Entschuldigung bitten. Wo braucht es Vergebung, damit neue Gemeinschaft möglich wird. Nicht abgegebene und vergebene Schuld erdrückt.
Jesus breitet die Arme am Kreuz aus, um unsere Schuld zu tragen. Weil er für uns gestorben ist, können wir leben. Karfreitag bietet all dem Raum. Dem Schmerz Jesu, der unschuldig leidet. Dem Schmerz Gottes, der seinen Sohn am Kreuz sterben sieht. Meinem Schmerz, zu sehen, dass Jesus die Schuld der Welt trägt, auch meine. Dieser Schmerz heilt, damit wir auf die Beine kommen. „Denn so hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.“ (Jesus in Johannes 3,16) Wie gut, dass wir den Karfreitag haben, um das Leben aus der Hingabe Jesu zu feiern.

Ihr Pastor Dietmar Gördel

Veröffentlicht in der Norddeutschen Rundschau, Karfreitag 2026

Ostern in St. Jakobi

Die Kirchengemeinde St. Jakobi lädt zu den besonderen Gottesdiensten in den heiligen Tagen der Osterzeit ein. Den Beginn bildet am Gründonnerstag um 18 Uhr ein Feierabendmahl. Dazu wird im Gemeindesaal der Tisch festlich gedeckt und das Abendmahl während des gemeinsamen Abendessens gefeiert. Auch Jesus hat das Abendmahl vor seiner Verhaftung und Hinrichtung in einem festlichen Mahl gefeiert. Jeder bringt eine Kleinigkeit zu Essen mit. Ab 19.30 Uhr schließt sich ein Lobpreisgottesdienst in der Kirche an mit Gesang, Gebetsstationen, Fußwaschung und Impuls. Danach ist die Kirche offen für persönliche Stille und für Einzelbeichte.

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Am Karfreitag wird um 10 Uhr in einem Abendmahlsgottesdienst des Sterbens Jesu gedacht, der das Leid der Menschen auf sich nimmt und uns durch seinen Tod Leben schenkt. Wie viel Leid gibt es auch heute noch? Wie viel Schuld lastet auf uns? Wo sehnen wir uns danach, frei zu werden? Pastor Dietmar Gördel wird diesen Gottesdienst gestalten.

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Am Ostersonntag ruft die aufgehende Sonne zum Aufbruch und neuem Leben. Die Osternacht um 5.45 Uhr beginnt in der noch dunklen Kirche, die dann von der neuen Osterkerze – Sinnbild für den auferstandenen Christus – erhellt wird. In diesem Gottesdienst ist die Symbolik der Finsternis und des neuen Lichtes ganz ergreifend. Nach dem Gottesdienst zieht die Gemeinde in den anbrechenden Tag und nimmt die Osterfreude mit.

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Beim gemeinsamen Osterfrühstück im Gemeindehaus ab ca. 7 Uhr im Anschluss an die Osternacht oder ab ca. 8.30 Uhr bis zum Beginn des Familiengottesdienstes um 10 Uhr darf gefrühstückt und gelacht werden. Gerne dürfen Köstlichkeiten für das Frühstücksbuffett mitgebracht werden.

Am Ostersonntag um 10 Uhr findet dann ein Familiengottesdienst statt, der von der österlichen Freude geprägt ist. In diesem Gottesdienst sollen Kleine und Große die Möglichkeit haben, die Osterfreude zu erleben. Pastor Dietmar Gördel und Kinder- und Jugendmitarbeiterin Dorina Weißbach haben diesen fröhlichen Gottesdienst vorbereitet.

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Text zum Kopieren:

Grafik: Pfeffer Die Ostergeschichte Und als der Sabbat vergangen war, kauften Maria Magdalena und Maria, die Mutter des Jakobus, und Salome wohlriechende Öle, um hinzugehen und ihn zu salben. Und sie kamen zum Grab am ersten Tag der Woche, sehr früh, als die Sonne aufging. Und sie sprachen untereinander: Wer wälzt uns den Stein von des Grabes Tür? Und sie sahen hin und wurden gewahr, dass der Stein weggewälzt war; denn er war sehr groß. Und sie gingen hinein in das Grab und sahen einen Jüngling zur rechten Hand sitzen, der hatte ein langes weißes Gewand an, und sie entsetzten sich. Er aber sprach zu ihnen: Entsetzt euch nicht! Ihr sucht Jesus von Nazareth, den Gekreuzigten. Er ist auferstanden, er ist nicht hier. Siehe da die Stätte, wo sie ihn hinlegten. Geht aber hin und sagt seinen Jüngern und Petrus, dass er vor euch hingeht nach Galiläa; dort werdet ihr ihn sehen, wie er euch gesagt hat. Und sie gingen hinaus und flohen von dem Grab; denn Zittern und Entsetzen hatte sie ergriffen. Und sie sagten niemand etwas; denn sie fürchteten sich. Evangelium nach Markus, Kapitel 16, Verse 1?8

In den Morgen

Es ist noch eine kleine Zeit, dann sieht die Welt mich nicht mehr. Ihr aber seht mich, denn ich lebe, und ihr sollt auch leben. Johannes 14,19

Liebe getrost Glitzernde,
die Fastenzeit geht zu Ende. Es ist nur noch eine kleine Zeit, dann beginnen die Osterfeiertage. Ostern wird häufig das wichtigste Fest des Christentums genannt. Man liest und hört es immer wieder in Nachrichten und kirchlichen Verlautbarungen. Es klingt ein wenig so, als wollte man an den Erfolg anknüpfen, den Weihnachten in unserer Gesellschaft hat. Vielleicht hat Ostern als Fest ein Problem. Zu Weihnachten wird ein Kind geboren. Es ist das Fest der Liebe und der Familie. Wer wollte da nicht mitfeiern! Die Osterfeiertage hingegen beginnen mit einem Abschied, es folgen Schuld, Schmerz, Tod und Trauer. Dann erst kommt die Freude, und es ist nicht die Freude über etwas, das man kennt und leicht nachvollziehen kann wie die Geburt eines Kindes. Es ist die Freude über die Auferstehung eines Menschen von den Toten. Das muss man erst mal glauben. Vermutlich schwingt das in dem Bibeltext mit, der für diese Woche ausgesucht wurde. Jesus kündigt den Seinen an, dass es für „die Welt“, also für alle anderen, so aussehen wird, dass er fort ist. Lediglich seine Leute werden ihn sehen und entsprechend fröhlich sein. Es ist also kein Wunder, wenn die Kirchen zu Ostern nicht so voll sind wie zu Weihnachten.

Dennoch stimmt es: Ostern ist tatsächlich noch größer. Weil alle, die mitfeiern, einmal zusammen durch die tiefste Dunkelheit hindurchgehen, scheint ihnen das Licht am Ostermorgen besonders hell. Es stimmt schon: Ostern als mehrtägiges, kirchliches Fest ist etwas für „echte Fans“. Wer bereits am Gründonnerstag beginnt, erlebt durch das Abendmahl innigste Gemeinschaft miteinander und mit Gott selbst. Man ist dabei, wie Gemeinschaft verraten wird und wie sie zerbricht, wie Verzagtheit das Ruder übernimmt und wie am Karfreitag Schmerz und Tod das wegnehmen, was man liebt. Man erlebt einen Samstag lang die stille Trauer. Und dann am Ostermorgen – so unglaublich – ist nicht Schluss, sondern Anfang: Ein neues Licht, eine neue Osterkerze. Der Ruf: „Der Herr ist auferstanden!“, die Antwort „Er ist wahrhaftig auferstanden!“ Ja, „echte“ Osterfans können sich an diesem Morgen besonders lebendig fühlen.

Sind die Osterfeiertage also nur für christliche Ultras da? Nur für solche, die alle Lieder auswendig kennen, die in der Kirche Dauerkarten und Stammplätze haben? Selbstverständlich nicht! Zu Ostern siegt das Leben über den Tod. Diese Hoffnung steckt in jedem Menschen. Natürlich lieben alle frisches Grün, Blumen, Nester, Eier, Hasen, Süßes und viele freie Tage! All das sagt: Freut euch, Licht und Leben sind da! Und trotzdem: Helle Farben sind auf einem dunklen Hintergrund besser zu erkennen. Den Schein einer Kerze sieht man in einem dunklen Zimmer besser als in einem ohnehin erleuchteten. Wer den Sieg des Lebens über den Tod feiern will, sollte den Tod nicht übergehen.

Darum möchte ich Ihnen Anregungen geben, wie Sie die Osterfeiertage in ihrer Fülle feiern können. Ich habe daher heute für jeden der fünf folgenden Tage eine Aufgabe für Sie:

  • Zünden Sie am Gründonnerstag eine Kerze an und pusten Sie sie wieder aus. Zünden Sie bis Ostern keine neue Kerze an. Vielleicht essen Sie an diesem Abend mit Freundinnen und Freunden zusammen.
  • Sollten Sie Ihre Wohnung bereits österlich geschmückt haben, nehmen Sie den Schmuck am Karfreitag wieder ab! Wenn Sie Blumen in der Wohnung haben, stellen Sie sie am Karfreitag irgendwohin, wo Sie sie nicht sehen!
  • Schauen Sie sich am Karsamstag Fotos von Menschen an, die nicht mehr leben.
  • Schreiben Sie am Ostersonntag jemandem eine Textnachricht mit den Worten: „Der Herr ist auferstanden“ oder beantworten Sie eine solche Nachricht mit „Er ist wahrhaftig auferstanden!“ Holen Sie Ihre Blumen wieder hervor und schmücken Sie sich und die Wohnung!
  • (Für „Profis“) Überraschen Sie die Person, die in Ihrer Gemeinde am Ostersonntag den Gottesdienst leitet, und gehen Sie hin!

Aus: (7 Wochen ohne 2023)